Inflation

Die Wirtschaftskraft kommt nicht so richtig in die Gänge. Sinkende Preise sollen den Kaufwillen der Konsumenten neu entfachen. Man hört Worte wie Inflation und Deflation. Leider wird nicht oft darüber gesprochen, was diese Begriffe genau bedeuten, welchen Ursprung sie haben und wie sie sich tatsächlich auswirken.

Vor 45 Jahren haben wir für eine große Eistüte mit 3 Kugeln gerade mal 50 Pfennig bezahlt. Heute zahlen wir für nur eine Kugel Eis 1 Euro oder mehr. Ist das Eis heute besser, werthaltiger oder weniger gesundheitsschädlich als früher? Sicher nicht. Es ist immer noch die gleiche Leckerei mit derselben zerstörerischen Kraft für die Zähne wie vor 45 Jahren. Wer sich vor 45 Jahren z. B. ein Haus gebaut hat, konnte dies mit nur 30.000 DM erreichen, Grundstück inklusive. Das kann man sich das gar nicht mehr vorstellen, muss man doch für ein Haus gleicher Größe heute etwa 450.000 - 500.000 Euro einplanen. Bestehen die Häuser heute aus besonderen Baustoffen, die einen solchen Preisunterschied erklären? Das dürfte kaum zutreffend sein. Stein ist Stein. Schon möglich, dass heute die Dämmwerte und die Bauverfahren besser und umweltfreundlicher sind. Das kann jedoch nicht der Grund für diesen Preisunterschied sein. Nein die Ursache für diese Preisunterschiede liegt einzig und allein im Geld.

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie viel Ihr Geld tatsächlich wert ist? Dabei ist es total egal, welche Währung wir beleuchten. Wir sind der Ansicht, dass ein Geldschein, auf dem z. B. 100 Euro drauf steht, auch 100 Euro wert ist. Das ist aber nicht richtig, Geld ist ein Tauschmittel und 100 Euro sind sehr relativ. Das können wir ganz einfach prüfen, wenn wir uns mal aufschreiben, welche Waren wir für 100 Euro heute einkaufen können. Wenn wir das zwei oder drei Jahre später wieder tun, werden wir sehen, dass wir für das gleiche Geld plötzlich weniger Waren dafür erhalten.

Interessanter wird dieser Effekt, wenn wir ihn mal über einen langen Zeitraum betrachten. Im Jahr 1960 arbeiteten z.B. die Menschen im produzierenden Gewerbe für durchschnittlich DM 2,90/Stunde (Männer) und DM 1,85/Stunde (Frauen). Dabei wurden durchschnittlich 46,4 Wochenstunden von Männern und 42,2 Wochenstunden von Frauen absolviert. Das ergab einen monatlichen Bruttolohn bei Männern von ca. DM 538,00 und für Frauen von ca. DM 312,00. Mit unseren heutigen Erfahrungen, für einen so geringen Stundenlohn arbeiten zu gehen. Wenn man sich vor Augen führt, dass die gleiche Berufsgruppe z.B. im Jahr 2001 ca. DM 30,00 (Männer) und ca. DM 22,00 (Frauen) Stundenlohn hatte, zeigt sich hier etwas sehr interessantes.

Nicht nur die Löhne waren niedriger, sondern auch die Preise waren damals viel geringer als heute. Die Verhältnisse entsprachen jedoch denen von heute. Wenn jemand damals DM 100 geschenkt bekam, entsprach das einem Fünftel seines Bruttoeinkommens. Heute sind DM 100,00 (oder rund 50 Euro) ein Kinobesuch für eine vierköpfige Familie mit ein wenig Popcorn und Cola. Was ist also mit dem Geld geschehen?

Das Geld selbst hat sich gar nicht verändert. Sowohl auf dem 100,00-DM-Schein von 1960 als auch auf dem von 2001 standen 100,00 DM drauf. Trotzdem konnte man für beide Scheine nicht die gleiche Menge Waren kaufen, denn die Preise der Waren waren zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich.

Jeder wird von klein auf erzogen, Geld als etwas Wertvolles zu sehen. Geld selbst ist jedoch nicht wertvoll. Es ist lediglich ein Stück Papier mit einer Zahl drauf, die aufgrund von Vertrauen als Tauschmittel beim Einkauf von allen akzeptiert wird. Kaufen bedeutet hierbei Bezahlen. Das ist für unser Verständnis wichtig, denn heutzutage zieht Kaufen nicht unbedingt immer sofort das Bezahlen nach sich. Betrachten wir dabei die Angebote wie z.B. jetzt kaufen, in einem halben Jahr bezahlen oder die vielen Ratenkaufmöglichkeiten.

Das Geld selbst hat KEINEN WERT, sondern nur eine KAUFKRAFT, die von Menschen bewertet bzw. festgelegt wird. Nur die Waren, die wir für das Geld kaufen, haben einen WERT, der beständig sein kann (z. B. Immobilien, Kunst, Edelmetalle, usw.) oder der mit der Zeit geringer wird (z. B. Auto, Heimelektronik, verderbliche Waren, usw.). Man kann umgekehrt folgern, dass der „Wert“ des Geldes davon abhängt, was man dafür tauschen kann.

Was ist Inflation?

Der Begriff Inflation ist Latein und bedeutet "das Sich-Aufblasen; das Aufschwellen". Inflation beschreibt in der Volkswirtschaftslehre einen andauernden, allgemeinen Anstieg des Preisniveaus. Anders ausgedrückt bedeutet Inflation eine Steigerung des Preisindex oder die Schwächung der Kaufkraft einer Währung.

Inflation ist eine Art Teufelskreis. Sie wird begleitet von Preissteigerungen, zu hohem Warenaufkommen und vermehrter Verschuldung. Verschuldung jedoch nicht nur bei den Unternehmen, sondern vor allem auch beim Verbraucher. Verschuldung bedeutet erhöhte Kosten (Zinsen), die im Resultat wieder negative Auswirkungen auf den Preis bei den Anbietern und die Nachfrage bei den Verbrauchern haben, was zu weiteren Überkapazitäten in der Wirtschaft führt, usw.. Kaufen wird nicht mehr gleichgesetzt mit Bezahlen. Der Absatz erfolgt zunehmend auf Kredit. Das Einkommen wird zum Kriterium, wie viel man sich an Teilzahlungsraten leisten kann. Die Inflation wird stärker.

Die Erfassung der Inflation wird am häufigsten über den Preisindex der Lebenshaltungskosten durchgeführt, der sogenannten Inflationsrate. Dieser wird mit Hilfe eines für einen durchschnittlichen (im Beispiel) deutschen Haushalt (2,3 Personen) in einem bestimmten Jahr (Basisjahr) repräsentativen Warenkorbs errechnet. Enthalten waren darin etwa in früheren Jahren:

Warenkorb

Zusammensetzung des statistischen Warenkorbes, 2010

  • Nahrungsmittel, alkoholfreie Getränke, 10,3%
  • Tabakwaren, alkoholische Getränke, 3,8%
  • Bekleidung, Schuhe, 4,5%
  • Wohnung, Wasser, Gas, Brennstoffe, 31,7%
  • Einrichtungsgegenstände, 5,0%
  • Gesundheit, Pflege, 4,4%
  • Verkehr, 13,5%
  • Nachrichtenübermittlung, 3,0%
  • Freizeit, Kultur, Unterhaltung, 11,5%
  • Bildungswesen, 0,9%
  • Hotel, Restaurants, 4,5%
  • Andere Waren und Dienstleistungen, 7,0%

Quelle: Statistisches Bundesamt

Auswirkungen des Warenkorbs auf die Inflationsentwicklung

Auf Basis dieses Warenkorbs und des damit festgelegten Basisjahres werden für jedes Jahr die Lebenshaltungskosten und daraus die prozentuale Steigerung zum Vergleichs- oder Vorjahr ermittelt. Für jeden Monat untersucht in Deutschland das Statistische Bundesamt die Preisentwicklung, welche auch regelmäßig in den Medien veröffentlicht werden. Im Schnitt betragen diese Inflationsraten zurzeit zwischen 0,3 und 0,7%, wobei meistens die Mineralölpreise am stärksten zur Preissteigerung beitragen.

Die Messung dieser Zahlen ist jedoch sehr ungenau. Dies begründet sich zum einen im veränderten Konsumentenverhalten (Produktinnovationen, Substitution teurer Produkte durch günstigere), wie auch in der qualitativen Steigerung (bessere Computer) der Produkte. Darüber hinaus ist zu beachten, dass es sich immer um das statistische Mittel handelt, das nicht auf jedermann ohne weiteres anwendbar ist. Zum Beispiel unterscheiden sich die Ausgaben gut betuchter Familien deutlich von den Ausgaben der Haushalte mit geringem Einkommen. Haushalte, denen ein geringes Einkommen zur Verfügung steht, geben einen größeren Anteil für Grundnahrungsmittel, Wohnen, Energie etc. aus. Preissteigerungen für diese Warenarten begründen dann eine stärkere Inflationserfahrung, während gleichzeitig "Luxusgüter" im Preis sinken können. Darüber hinaus werden im Warenkorb auch Güter berücksichtigt, die nicht regelmäßig angeschafft werden, sondern die meist nur alle paar Jahre wieder gekauft werden (z. B. Heimelektronik, Einrichtungsgegenstände, Autos, usw.). Die Auswirkungen sind gravierend. Würde die Berücksichtigung der Waren sich auf die Waren beschränken, die regelmäßig in einem Haushalt gekauft/verbraucht werden, wären die Inflationsraten deutlich höher. Man kann sich also recht gut vorstellen, wie verlässlich die öffentlich gemachten Inflationsraten sind. Zum Glück kann jeder Haushalt seine persönliche Inflation selbst ermitteln, wenn man sich einen Überblick darüber verschafft, wie weit man mit seinem Einkommen den Monat über kommt und ob es im Vergleich zu früheren Zeiten besser oder schlechter wird (gleiches oder leicht gesteigertes Einkommen vorausgesetzt). Man spricht hierbei von der gefühlten Inflation.

Was versteht man unter Deflation?

Unter Deflation (von lat.: "das Abschwellen") versteht man den volkswirtschaftlichen Zustand eines allgemeinen und anhaltenden Rückgangs der Preise für Waren und Dienstleistungen. Einfach gesehen scheint Deflation das Gegenteil der Inflation zu sein, bei der die negativen Wirkungen der Inflation ausgeglichen werden. So ist es aber nicht. Die destruktiven Auswirkungen der Inflation, wie zu viel umlaufendes Geld (zu hohe Verschuldung), zu viel Produktionskapazitäten und daraus resultierende, unbezahlbar werdende Arbeitsplätze werden in der Deflation bereinigt. Deshalb kann man in der Deflation feststellen, wie viele Betriebe in den Konkurs gehen (Abbau der überflüssigen oder unrentablen Produktionskapazitäten), Banken uneinbringliche Gelder den wirtschaftlich total kaputten Schuldnern erlassen (faule Schulden) und wie die Arbeitslosigkeit ansteigt. Die Deflation wird von negativem Wirtschaftswachstum begleitet. Man kann die Deflation also als Folge oder Gegenschwingung der Inflation bezeichnen, in der all das zerstörerische Potenzial, welches durch die Inflation aufgebaut wurde, wie durch ein reinigendes Feuer beseitigt wird. Dabei kann man nur schwer erkennen, wann die Inflation in die Deflation umkippt.

Sobald die Preise sich festigen, die Nachfrage stagniert und die Wirtschaft nicht mehr wächst, ist die Deflation da und kann nicht aufgehalten werden. Das Verbrauchervertrauen schwindet. Die Angst vorm Jobverlust ermuntert die Menschen, ihr Geld zusammen zu halten. Die Nachfrage sinkt immer stärker, die Preise purzeln. Die fallenden Preise erzeugen jedoch kein neues Verbrauchervertrauen. Im Gegenteil, fallende Preise sind Preise, die vorher zu hoch waren. Wann der Prozess beendet wird, kann man schlecht voraussagen, demnach lohnt es sich, weiter zu warten und auf noch geringere Preise zu hoffen. Der Konsum lässt also auf sich warten.

Firmenpleiten und der Abbau von faulen Schulden in der Deflation sind gleichbedeutend mit dem Abbau von Geldvermögen, der meist einen Geldwertverfall nach sich zieht. Diesem zu entkommen ist meist nur durch eine Investition in Sachwertvermögen machbar. Die Vernichtung alter, uneinbringlicher Schulden steht in Deutschland gerade am Anfang. In den Büchern der Kreditinstitute findet man astronomisch hohe Zahlen uneinbringlich gewordener Schulden. Auf der Bankenseite ist es selbstverständlich nicht gewünscht, sich von diesen Summen zu trennen. Ist es doch mit einem enormen Verlust verbunden, den man seinen Aktionären oder, wie bei den Sparkassen, seinen öffentlichen Trägern erklären muss. Also mogelt man sich, solange es geht, um diese Aufgabe herum und spielt heile Welt. Schlimmer noch ist die Verschuldung auf der Staatsebene zu sehen. Hierbei haben die Schulden schon seit Jahren unbeherrschbare Ausmaße angenommen. Die gewaltigen Zinsen, die derzeit auf der Gesamtschuldenlast liegen, führen zu einer unkontrollierbaren Geldvermehrung. Hier wird im wahrsten Sinne des Wortes "Spielgeld" aus dem Nichts erschaffen, bedrucktes Papier, das nicht mal Ansatzweise von echten Werten untermauert wird. Das Platzen dieser Geldblase ist eine mathematische Gewissheit.

Die Geschichte ist voll von Zusammenbrüchen:

  • um 1622 in Europa in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges
  • um 1923 in Deutschland und Ungarn (Deutsche Inflation 1914 bis 1923)
  • 1939 - 1948 in Deutschland (zurückgestaute Inflation, korrigiert durch Währungsreform)
  • jahrzehntelang bis 1991 in Argentinien
  • jahrzehntelang bis 1994 in Brasilien
  • um 1995 in Mexiko
  • um 2002 in Argentinien

Wer also davon ausgeht, dass Geld oder Geldwertanlagen sicher sind, ist bestenfalls leichtfertig.

Schlussfolgerungen für die Vermögensplanung

Wenn wir z.B. für unseren Lebensabend Vorsorge treffen möchten, ist es erforderlich, den Lohn unserer Arbeit sicher und werthaltig anzulegen. Sicherheit und Werthaltigkeit sind die wichtigsten Eigenschaften, die eine Kapitalanlage besitzen muss. Allerdings müssen wir zuerst die Begriffe Sicherheit und Werthaltigkeit definieren. Lassen Sie uns zunächst die Werthaltigkeit beschreiben.

Werthaltigkeit

Da wir nicht voraussehen können, wie sich Preise und Löhne in Zukunft entwickeln werden, ist es nicht möglich für uns, eine Größenordnung an notwendigem Vermögen für eine ausreichende Altersversorgung zu erahnen. Bei Geldanlagemöglichkeiten sind wir es gewohnt zu fragen, "wie viel zahlt man ein, was kommt am Ende raus?" Die Zahl, die wir dann als Ablaufsumme sehen, bewerten wir mit unserem heutigen Geldwert- Verständnis und der Erfahrung, was heute alles so kostet. Wir stellen uns vor, was man heute so alles machen könnte, wenn man diese Summe heute zur Verfügung hätte und schließen zufrieden den Vertrag ab. Ohne es zu wollen, erliegen wir der Illusion, unsere Altersversorgung wäre damit ausreichend gesichert. Wie fatal sich dieser Trugschluss auswirken kann, zeigt ein Beispiel.

Unser Arbeiter von 1960 hat sich entschlossen, eine Altersvorsorge zu besparen. Er ist 30 Jahre alt und will mit 65 in Rente gehen. Zu diesem Zweck schließt er eine Kapitallebensversicherung (Geldwertanlage) ab mit einem gleich bleibenden Beitrag von monatlich DM 50,00. Man beachte, dass DM 50 zu seiner Zeit etwa 10% seines Bruttoeinkommens entsprechen, also ein verhältnismäßig hoher Sparaufwand für ihn. Zu seinem 65. Geburtstag im Jahr 1995, erfährt er die Ablaufleistung aus der Lebensversicherung in Höhe von ca. DM 56.000,00! Doch damit kann er zum Zeitpunkt der Auszahlung leider keine großen Sprünge machen, denn alles ist nun viel teurer, als zum Abschlusszeitpunkt. Sein Sparvertrag hat ihm in letzter Konsequenz nur eines gebracht: die Erkenntnis, dass Geldwertanlagen sich nicht rentieren, weil sie die schleichende Inflation nicht kompensieren können.

Es ist kein Geheimnis, dass die Auswirkungen der schleichenden Inflation durch die Auswirkungen der galoppierenden Inflation noch übertroffen werden. Diese zieht nämlich die Vernichtung aller Geldvermögen und damit aller Geldwertanlagen nach sich.

Fazit

Werthaltige Güter behalten ihren Wert. Die Vorstellung, dass diese wertvoller werden, ist nicht richtig. In Wahrheit verliert das Geld stetig an Kaufkraft. Wenn die Kaufkraft des Geldes nachlässt, bedeutet das, dass die Preise steigen. Daraus entspringt die Vorstellung, dass Sachwerte immer teurer werden, dass z. B. Immobilien eine Wertsteigerung erfahren. Doch tatsächlich muss man durch den Kaufkraftverlust immer mehr Geld bezahlen, um werthaltige Sachwerte wie Immobilien, Gold, Rohstoffe etc. zu kaufen.

Eine Vorsorge auf Anlagen aufzubauen, die von der Entwicklung des Geldes anhängig sind, ist somit eine leichtfertige Sache. Sinnvoller ist es, sich auf Anlageformen zu konzentrieren, die unabhängig von der Geldwertentwicklung sind. Hier sind besonders Edelmetalle interessant. Speziell Gold hat sich seit Jahrtausenden als solider Wertspeicher bewährt und wird das auch in Zukunft tun. Gold ist ein begrenzter Rohstoff und eignet sich hervorragend zur Vorsorge. Jedes Portfolio sollte Edelmetalle enthalten. Hier waren die Experten bisher der Ansicht, dass 10-20% des Vermögens in Edelmetallen investiert sein sollten. Zwischenzeitlich sind viele dieser Experten der Ansicht, dass der Edelmetallanteil auch deutlich größer sein darf. Wer ein Drittel seines Vermögens in Edelmetalle investiert, wird damit sicher nicht falsch liegen.

Die ProService AG aus Liechtenstein bietet statische und gemanagte Portfolios aus Gold, Silber, Platin und Palladium. Damit können die Chancen unterschiedlicher Edelmetalle miteinander vereint werden.

Manipulationen

Eine Schlagzeile ging durch die Medien: "Deutsche Bank zahlt Millionen für Silberpreisabsprache". Wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht soll die Deutsche Bank wegen illegaler Absprachen mit anderen Finanzhäusern beim Silberpreis 38 Millionen USD Strafe zahlen. Ein Vergleich, der einen der vielen Rechtsstreite des Instituts beilegt.

Ein Fall, wo ein Institut erwischt wurde. Aber was ist mit den vielen Fällen, die niemand entdeckt und die trotzdem großen Einfluss auf die Kursentwicklung haben? Die Kurse für Gold und Silber entwickeln sich derzeit nicht typisch. Edelmetallpreise stiegen immer an, wenn es irgendwo auf der Welt eine Krise gab, die eskalierte oder zu eskalieren drohte. Aus der daraus folgenden Unsicherheit, schoss der Goldpreis in der Regel nach oben. Das ist auch nicht verwunderlich, sind doch Gold und Silber traditionelle Krisenwährungen.

Wenn man diese Zusammenhänge zugrunde legt sollten der Gold- und Silbermarkt derzeit eigentlich explodieren. Krisenherde wie Irak, Israel und die Ukraine haben Konflikte, die jederzeit eskalieren könnten. Institutionelle und Privatanleger müssten sich eigentlich in so einer Situation reichlich mit den Gold und Silber eindecken. Gold- und Silberpreis müsste viel stärker ansteigen.

Jedoch sieht die Situation völlig anders aus. Sowohl der Goldpreis als auch der von Silber dümpeln vor sich hin, fallen sogar zeitweise. Aktuell kosten die Feinunze Gold 1.261,19 USD und Silber 17,63 USD (Stand: 18.10.2016).

Dass etwas mit der Preisfindung von Gold nicht stimmt, hatte bereits der Marktanalytiker der Investmentfirma Staedel Hanseatic aus Riga, Dimitri Speck nachgewiesen. Er hatte aus Millionen Minuten-Kursen den durchschnittlichen Tagesverlauf des Goldpreises ermittelt. Seit 20 Jahren lassen sich gehäuft starke Rückgänge um etwa 10 Uhr New Yorker Zeit erkennen. In London wird zu dieser Zeit der Goldpreis gefixt. Über einen Grund, warum Banken ein Interesse haben, den Goldpreisanstieg zu bremsen, kann gemutmaßt werden.

Ein Grund, den Goldpreis zu manipulieren, läge vor, wenn in London erheblich weniger physisches Gold zur Verfügung stände, als angenommen. Ein stark steigender Goldkurs ist ein Zeichen für häufige Käufe, was eine Verknappung nach sich zieht. Investoren könnten vermuten, die Herausgabe eingelagerten Goldes zu verlangen. Es wäre ähnlich wie mit dem Bargeld, wenn ein Sturm auf die Banken geschieht und alle ihr Bargeld abheben wollen. Wenn zu viele Kunden ihr Gold physisch haben möchten, könnten die Banken möglicherweise nicht vollständig liefern. Es wurden behördliche Untersuchungen eingeleitet. Würden sich diese Umstände als realistisch erweisen, könnte das bedeuten, dass noch mehr Kapital aus Goldfonds abgezogen und in physisches Gold investiert würde. Zum Teil ist dieser Prozess bereits im Gange.

Unabhängig von Preismanipulationen sind physisches Gold und Silber die Krisenwährung schlechthin und damit als wichtiger Teil eines ausgewogenen Portfolios nicht wegzudenken. Die ProService AG aus Liechtenstein bietet statische und gemanagte Portfolios aus Gold, Silber, Platin und Palladium zu Bestpreisen an. Damit können die Chancen unterschiedlicher Edelmetalle miteinander vereint werden. Das Wichtigste ist aber, dass diese Edelmetalle in physischer Form vorliegen und somit jederzeit nach Terminabsprache abgeholt werden können. Die Barren werden in einem Zollfreilager in der Schweiz, außerhalb der EU gelagert. Sinnvoller geht es nicht.

Weltwirtschaft

Es gibt viele Faktoren, die für die Wirtschaft der Welt eine Gefahr bedeuten, Quantitative Lockerungen, negative Zinssätze, Regierungen, die mit der Ausrede "Kampf gegen der Terror" die Freiheit ihrer Bürger eingrenzen und Kriege für Rohstoffe anzetteln.

Derivate in einer Größenordnung von hunderten Billionen US-Dollar erscheinen dagegen gefahrlos. Diese und das damit im Zusammenhang stehende Gegenparteirisiko sind für einige der größten Bankenkonzerne ein wirtschaftlich bedrohliches Risiko. Dennoch stellen diese Derivate für die Weltwirtschaft keine echte Gefahr dar. Der Konkurs von Banken und das Bemühen der Regierungen, Banken in Krisenzeiten, wie zuletzt in der Finanzkrise 2008/2009, vor dem Bankrott retten zu müssen, ist reine Politik. Man darf dabei nicht vernachlässigen, dass vor allem diese Banken mit ihren Derivatgeschäften zu den Verursachern von Krisen zählen. Ein paar weniger Verursacher könnten vermutlich einen positiven Beitrag zur Stabilisierung der Weltwirtschaft bedeuten.

Die Weltwirtschaft würde problemlos damit fertig werden, wenn die größten Banken der Welt gleichzeitig Pleite gehen würden. Die Leidtragenden wären die Aktionäre dieser Unternehmen, die ihr investiertes Geld einbüßen würden. Auch Inhaber von Unternehmensanleihen dieser Institute würden Verluste zu beklagen haben. Und natürlich würden sehr viele Arbeitsplätze verloren gehen, doch vordergründig Arbeitsplätze aus der Abteilung Investmentbanking. Denn die Arbeitskräfte für die Aufrechterhaltung des Kerngeschäftes wären nach wie vor erforderlich. Es ist unwahrscheinlich, dass die Kerngeschäftskunden dieser Banken betroffen wären. In der Praxis werden insolvente Banken von anderen Banken übernommen, die dann das Kerngeschäft entsprechend weiterführen würden. Tatsächlich würde so ein Banken-Crash zu kurzfristigen Beeinträchtigungen in der Wirtschaft führen, doch dadurch würden Forschung, Entwicklung, Produktion und Handel nicht zum Erliegen kommen. Die Menschen würden nach wie vor essen, wohnen, tanken, sich das aktuelle Handy bestellen, neue Autos kaufen oder ihre Wohnung einrichten. Der Alltag würde also ganz normal weitergehen und außer aus den Medien würde man vermutlich sehr wenig davon spüren, dass einige der bekannten Großbanken verschwunden wären.

Die eigentliche Gefahr für die Weltwirtschaft im Zusammenhang mit Derivaten geht hauptsächlich von den Zentralbanken und den Regierungen aus, die alle möglichen Maßnahmen ergreifen würden, Großbanken vor dem Untergang zu retten. Sie könnten jedoch auch dafür sorgen, dass eine geregelte und reibungslose Übergabe des Kerngeschäfts der notleidenden Bank an eine übernehmende Bank erfolgt, was für das Funktionieren der Wirtschaft dringend notwendig wäre. Bankenrettung bedeutet jedoch, dass gewaltige Mittel aus der Wirtschaft abfließen müssen und dem Bankensektor gutgeschrieben werden, und das quasi ohne Gegenleistung. Und das Schlimmste ist, dass es dadurch zu Neuverschuldungen der öffentlichen Haushalte in unvorstellbaren Größenordnungen kommt, was sich dann in letzter Konsequenz negativ auf die Geldpolitik und die Wirtschaft auswirken muss. Mehr Schulden bedeuten steigende Belastungen für alle Teilnehmer am Wirtschaftssystem. Und während Unternehmen ihren Zinsanteil in die Preise ihrer Produkte und Dienstleistungen hineinkalkulieren, ist es zu guter Letzt der Endkunde, der die Gesamtlast zu tragen hat, indem er diese Preise akzeptieren muss.

Regelmäßig verbreiten dann die Medien die Botschaft, dass die Rettung der Banken für die Rettung der Wirtschaft unumgänglich wäre. Tatsächlich verhält es sich genau anders herum, denn den Banken werden damit Freifahrtscheine ausgehändigt, ihre riskanten Geschäfte immer weiter auf die Spitze zu treiben. Denn wenn es nicht funktioniert, wird die Regierung schon helfen.

Für den Anleger, der sich vor diesen Auswirkungen zu schützen versucht, gibt es nur die Variante, sein Vermögen krisensicher zu investieren. Die beste Möglichkeit sind Edelmetalle, insbesondere Gold, welches sich schon immer als sehr sicherer Wertspeicher bewährt hat.

Längst ist es im Bewusstsein der Anleger angekommen, dass es sinnvoll ist, ein Edelmetallportfolio aufzubauen und zu streuen. Die ProService AG aus Liechtenstein bietet statische und gemanagte Portfolios aus Gold, Silber, Platin und Palladium. Damit können die Chancen unterschiedlicher Edelmetalle miteinander vereint und das Vermögen nachhaltig geschützt werden.

Goldbeimischung

Im Landesvergleich existieren deutliche Unterschiede, wenn man das Anlageverhalten in Bezug auf die Beimischung von Gold für die Alterssicherung näher analysiert. Je weiter man sich im der Republik nach Norden bewegt, desto stärker zählt Gold als Vorsorgemedium. Vor allem in Schleswig-Holstein treffen die Anleger mehr als doppelt so oft die Entscheidung für Gold als im Schnitt der Bundesrepublik.

Bei der Absicherung ihres Ruhestandes mit Hilfe von Gold sind die Ruheständler im nördlichsten Bundesland deutschlandweit an der Spitze. Etwa jeder achte Rentner in Schleswig-Holstein hat das edle Metall bei seiner Anlagestrategie berücksichtigt. Der Schnitt auf dem gesamten Bundesgebiet liegt dabei erheblich geringer. Nur jeder 17. Rentner besitzt Gold zur Sicherung der Altersfinanzierung und diesen Durchschnitt bilden die Schleswig Holsteiner natürlich mit. Klammert man die das nördlichste Bundesland aus, dürfte der Schnitt deutlich geringer sein. Aber auch die Pensionäre in den Hansestädten sind emsig, wenn es um Goldbesitz geht. In Bremen hat jeder Zehnte und in Hamburg jeder Zwölfte Gold im Depot für die Alterssicherung. In den südlicheren Gebieten Deutschlands kommen lediglich die Bayern an diese Zahlen heran. Jeder neunte bayrische Bürger setzt für die Alterssicherung auf Gold. Auch die Saarländer, wo jeder Elfte Gold im Portfolio hat, sind vorn dabei. Das Schlusslicht in Sachen Gold bilden aktuell Sachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. In diesen drei Bundesgebieten besitzt nur jeder 33. Ruheständler Gold. Diese Informationen stammen aus einer Sonderauswertung des neuen AXA Deutschland-Report 2016 zur Ruhestandsplanung der Deutschen.

Norddeutsche Pensionäre haben auch in Zukunft bei Gold Spitzenplätze

Aus dieser Recherche ergibt sich, dass in Deutschland im Schnitt sechs Prozent aller Pensionäre als zusätzliche Alterssicherung Gold besitzen. Diese Quote wird auch in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg bestätigt. Darunter, mit fünf Prozent des Goldbesitzes unter Rentnern und Pensionären, liegen die Hessen. Noch geringer ist es in Niedersachsen und Berlin. Dort haben nur noch vier Prozent aller Pensionäre Gold zur Sicherung des Lebensabends. Am Anlageverhalten für Gold bei den nicht mehr berufstätigen Menschen in Deutschland wird sich wahrscheinlich auch zukünftig wenig ändern. Auf Basis der Recherchen sind es vor allem norddeutsche Rentner, speziell die aus Bremen und Hamburg, die auch zukünftig stärker auf Gold für die Sicherung des Lebensabends setzen werden. Aber auch die Rentner aus dem Saarland werden weiterhin ihre Goldbestände auffüllen.

Untersuchung mit über 3.000 Befragten

Laut AXA-Report belegen den aktuell letzten Platz, Sachsen sowie die bisher verhaltenen Goldkäufer in Sachsen-Anhalt und Rheinland Pfalz. Im Gegensatz dazu wird es in Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen vermutlich in naher Zukunft offenbar nur einen von 100 Rentnern geben, der Goldmünzen oder Goldbarren für die Sicherung des Lebensstandards im Alter kaufen werden. Grundlage der Untersuchung des AXA Deutschland-Reports war eine bundesweite Befragung von insgesamt 3.324 Erwerbstätigen und Pensionären zu ihrem Verhalten in Finanzangelegenheiten. Dabei wurden die erhaltenen Resultate bevölkerungsrepräsentativ extrapoliert, um verlässliche Aussagen für das Bundesgebiet herleiten zu können.

Die ProService AG in Liechtenstein bietet als Edelmetallspezialist gemischte Portfolios mit den Edelmetallen Gold, Silber, Platin und Palladium an. Diese Angebote richten sich an Interessenten, die größere Summen mittels Edelmetallen sichern möchten, aber auch an Sparer, die mit regelmäßigen Beträgen Vermögen in Edelmetallen aufbauen möchten.

Goldreserven

Zur Deckung und Gewährleistung der Werthaltigkeit von Zahlungsmitteln, wurde früher Gold genutzt. Dadurch sollte das Vertrauen in eine Währung gestärkt werden und die Werthaltigkeit gegeben sein, da man die Währung theoretisch jederzeit gegen Gold eintauschen konnte.

Der Goldstandard galt in Europa und der Welt für lange Zeit. Doch diese Zeiten sind schon lange vorbei. Die meisten Staaten halten heute enorme Bestände anderer Währungen. Gold ist dabei zweitrangig geworden.

In den 60er Jahren verzeichneten die Nationen einen Höchststand bei den Goldreserven. Seither gehen die Goldreserven kontinuierlich zurück. Anfang der 80ger Jahre umfassten die Goldreserven etwa 60% der Währungssicherung. Mittlerweile kann von Währungssicherung kaum noch die Rede sein. Das liegt jedoch nicht nur an den sinkenden Beständen. Die Explosion der Währungen und Verschuldungen der Nationen tragen dazu einen großen Teil bei.

Mittlerweile steigen die Bestände wieder an. Steigende Goldpreise und weltweite Turbulenzen in den Währungssystemen haben die Aufmerksamkeit wieder verstärkt auf Gold gelenkt. Die Notenbanken sorgen mit diversen Goldkäufen für Aufmerksamkeit. Gold wird wieder verstärkt zur Krisensicherung genutzt. Die Aufstockung der Goldreserven verschiedener Notenbanken überall auf der Welt, beeinflusst selbstverständlich auch die Goldpreisentwicklung.

Die folgende Übersicht mit Stand Mitte 2016 zeigt die Goldreserven wichtiger Nationen, sortiert nach ihrer Bevölkerungszahl.

Nation Bevölkerung in Mio Goldbestand in Tonnen
USA 321,40 8.133,50
Russland 142,40 1.506,00
Japan 126,90 765,20
Deutschland 81,17 3.378,20
Frankreich 66,35 2.451,80
Großbritannien 64,77 310,30
Italien 60,80 2.451,80
Spanien 46,44 281,60
Niederlande 16,90 612,50
Griechenland 10,81 112,72
Portugal 10,37 382,50
Belgien 11,26 227,40
Schweden 9,75 125,72
Österreich 8,58 280,00
Schweiz 8,33 1.040,00

Quelle: statistisches Bundesamt

Als Privatanleger ist daraus einfach abzuleiten, dass es sich bei einem Investment in Gold um eine ausgezeichnete Möglichkeit zur Vermögenssicherung handelt. Die ProService AG in Liechtenstein bietet als Edelmetallspezialist gemischte Portfolios mit den Edelmetallen Gold, Silber, Platin und Palladium an. Diese Angebote richten sich an Interessenten, die größere Summen mittels Edelmetallen sichern möchten, aber auch an Sparer, die mit regelmäßigen Beträgen Vermögen in Edelmetallen aufbauen möchten.


Bildquelle: Bernd Liebl, Magdeburg